Montag, 30. Juli 2012

Auf dem W.-Bahner-Weg

Ein Dusty auf der Sommerwiese am Reitenbergblick
Auch an diesem Wochenende stand wieder ein großer Spaziergang auf dem Programm. Dieses Mal ging es nach Mihla, einer kleinen, aber umso geschichtsträchtigeren Gemeinde nahe Eisenach. Etwa zwölf Kilometer Anfahrt sind nötig, ihr haltet euch von Eisenach kommend immer in Richtung Mühlhausen und stoßt dann direkt auf Mihla. Nachdem ihr den Ort fast ganz durchfahren habt, findet ihr rechterhand eine Holztafel mit der Aufschrift „Wandern im Mihlaer Tal“, sowie ein Schild, das den Wanderparkplatz anzeigt. Gut ausgeschildert gelangt ihr auf einer schmalen Straße, anfangs aus Asphalt, später aus Schotter zum Wanderparkplatz. Direkt am Parkplatz findet ihr sogar Prospekte, „versteckt“ in einem Baumstumpf, so dass ihr gleich erfahren könnt, welche Wanderwege euch hier erwarten. Der Spaziergang im Kurzüberblick:



Start:
Wanderparkplatz Mihlaer Tal
Ziele:
Reitenbergblick
Läuferhöhe
Inselsbergblick (Abstecher möglich)
Wilhelmsblick
Schweinegraben
Bahners Grab
Pfarrkopf
Wolfsgarten
Hartmannskreuz
Methas Ruh
Burgruine Haineck
Dauer:
ca. 5,5 Stunden inkl. großzügiger Pausen
Länge:
ca. 17,5 km

Tafel am Wilhelmsblick

Der erste Anstieg


Der erste Anstieg, wir starteten in Richtung Mihla laufend bei einem steilen Aufstieg dem W.-Bahner-Weg folgend, war sehr steil. Aber ein Geländer half auch den Menschen beim Aufstieg. Dafür wurden wir bereits nach kurzer Zeit mit einer großen Sitzgruppe auf dem Reitenbergblick belohnt, der wieder eine tolle Aussicht bot.

Weiter ging es eher eben, bzw. im Wechsel hinauf und hinab bis zur Läuferhöhe. Zwischenzeitlich kann, wer mag, einen Abstecher zum Inselsbergblick machen. Allerdings hatte es sowohl am Tag zuvor, wie auch am Morgen unseres Spaziergangs noch kräftig geregnet, so dass der Waldboden ziemlich aufgeweicht und schlammig war. Dadurch sparten wir uns den kurzen, aber steilen Aufstieg zum Inselsbergblick. Die schmalen Wege, teils etwas zugewuchert, bringen einen dafür aber zurück zur echten Natur.

Am Wilhelmsblick

Bahners Grab
Weiter geht es auf einem breiteren Weg durch den Wald, bevor der nächste Aufstieg folgt. Hier gibt es dann auch den Wilhelmsblick zu bestaunen, der eine schöne Aussicht auf Rudolfs Au bieten soll. Die dichten Bäume versperrten die Sicht etwas, aber dennoch genossen wir hier eine kurze Pause.

Danach ging es wieder steil bergab, vorbei am Schweinegraben, der aufgrund des Matsches seinem Namen alle Ehre machte. Kurze Zeit später kamen wir bereits an Bahners Grab an. Anfangs dachten wir, es handelte sich hier um einen Eisenbahner, doch am Grab stellten wir fest, dass Wilhelm Bahner ein Kaufmann und Landwirt war. Er wurde am 18.05.1893 in Düsseldorf geboren und starb am 20.06.1947 in Wernershausen. Für seine Frau Hedwig Bahner, geborene Ense, findet sich auf dem großen Grab ein Gedenkstein. Sie wurde am 20.03.1900 in Liesborn bei Lippstadt geboren und verstarb am 29.09.1992. Allerdings wurde sie in Waldbröl im Oberbergischen Kreis begraben, so dass der Stein nur zu ihrem Gedenken aufgestellt wurde.

Eine schöne Sitzgruppe, leicht versteckt im Wald, findet sich am Bahners Grab übrigens ebenfalls. Ob es nun ein makabrer Jugendscherz war oder nicht, weiß ich nicht. An der Sitzgruppe hing jedenfalls ein Totenschädel mit der Aufschrift „Herr Bahner“, der von einem Tier stammte, sowie ein weiterer Totenschädel von einem sehr viel kleineren Tier.

Weitere Etappenziele

Pfarrkopf
Da dieser Weg mit nur etwa 4,5 Kilometern für einen gestandenen Foxi wie mich natürlich noch lange nicht ausreichte und das Wetter noch trocken war, nahmen wir uns noch eine weitere Etappe vor. Vorbei ging es am Pfarrkopf mit einer schönen Sitzgruppe, die wir auch wieder nutzten. Schließlich ging es hier wieder bergauf und ausruhen muss auch mal sein.

Kurze Zeit später folgte der Wolfsgarten, anschließend das Hartmannskreuz. Von hier aus kann man auch noch viele weitere Abzweigungen nehmen, etwa zum Gasthaus Reckenbühl oder nach Kammerforst. Danach kamen wir zu Methas Ruh, wo wir noch einmal ausgiebig pausierten, bevor wir unseren Weg in Richtung der Burgruine Haineck fortführten. Fortsetzung folgt…

Fotos: © B. Lutz

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