Dienstag, 31. Juli 2012

Ein ritterlicher Ausflug


ritterliche Toberunde
Wie ich euch schon angekündigt hatte, ging unser letzter Ausflug noch weiter. Ziel war die Burgruine Haineck, die wir dann auch nach einem kurzen Abstieg erreichten. Sie liegt bei Nazza und wurde schon 1392 errichtet. Heute findet sich der Wappenstein der herrschenden Familie von Hopffgarten nur noch als Nachbildung, da der originale Wappenstein 1972 gestohlen wurde.

Die Burgruine Haineck wurde einst als Grenz- und Sperrburg errichtet. Die Nazzaer Bauern und die Eisenacher Handwerker taten sich zusammen, um die Burg zu bauen. Sie diente dabei als Grenze von Thüringen zu den Besitztümern der Mainzer Erzbischöfe des Eichsfelds einerseits, sowie die Reichsstadt Mühlhausen andererseits.


Burgruine Haineck
Ab dem 15. Jahrhundert waren auf der Burg Amtleute ansässig. Schnell entwickelte sie sich zum Verwaltungs- und Gerichtszentrum für insgesamt sieben umliegende Gemeinden. Ab 1503 war die Burg Haineck im Besitz der Herren von Hopffgarten. Grund dafür waren Verpfändungen und Belehnungen der Burg. Die Herren von Hopffgarten übernahmen auch das Amt der Vorgänger. Allerdings verließen sie die Burg bereits 1550 und zogen um in das Schloss von Nazza. Daraufhin war die Burg dem Verfall geweiht, sie wurde nur noch hin und wieder als Gefängnis genutzt. Im 30-jährigen Krieg nutzten die Bewohner die Burg zu ihrem eigenen Schutz.

Um 1840 entschied sich die Gothaer Regierung, erste Erhaltungsmaßnahmen an der Burgruine Haineck durchzuführen. Damit war es dann auch schon wieder vorbei. Erst 600 Jahre nach Bau der Burg Haineck gründete man den Burgverein Haineck Nazza e.V., der sich bis heute liebevoll um den Erhalt der Ruine kümmert.

Spenden sind willkommen


Stufen zum Aussichtsturm mit Inschrift-Tafeln
Natürlich sind Spenden dem Burgverein sehr willkommen. Schließlich kostet der Erhalt der  Burg viel Geld. Außerdem wurde einer der Burgtürme bereits zum Aussichtsturm ausgebaut, ein zweiter soll folgen. Dafür sind Burgfreunde gefragt. Sie können symbolisch eine der Stufen, die hinauf zur Burg führen, erwerben. 166 Euro„kostet“ die Stufe, dafür erhält der Käufer aber auch ein Namensschild an der Stufe angebracht. Die individuelle Inschrift kann selbst bestimmt werden.

Natürlich sind auch höhere Spenden jederzeit willkommen. Sogar ein kleiner Spendentopf findet sich im Inneren der Burgruine. Der Innenhof insgesamt ist sowieso sehr schön gestaltet, mit Sitzgruppen, Grill und einer Lagerfeuerstätte werden hier sicher auch zahlreiche Dorffeste veranstaltet. Ein Besuch der gut erhaltenen Burgruine ist auf jeden Fall sinnvoll. Wie ritterlich wir uns gaben, seht ihr ja auf den Bildern.

Der Rückweg


ein ritterlicher Dusty auf seinem Thron
Nach einer ausgiebigen Pause auf der Burgruine Haineck machten wir uns auf den Rückweg. Wer mag, kann von hier aus aber auch direkt nach Nazza, etwa zum Kaffee trinken, gehen. Es sind noch etwa 750 Meter Weg bis dahin. Auch der Barbara-Hager-Stein kann von hier aus noch erkundet werden. Wir entschieden uns für den Rückweg, wobei wir bis zum Pfarrkopf auf dem gleichen Weg blieben, uns dann aber nicht für den Rückweg über Bahners Grab entschieden, sondern direkt zum Parkplatz Mihlaer Tal liefen. Zwischenzeitlich kamen wir noch an Rudolfs Au vorbei und folgten ein Stück weit dem Naturlehrpfad. Dort sind die Bäume des Jahres schon seit vielen Jahren angepflanzt worden. Auch der Baum des Jahres 2012 ist bereits vertreten. Wer also über die Natur etwas lernen will, der kann hier einiges entdecken.

Fotos: © B. Lutz

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