Dienstag, 17. Juli 2012

Eine Fahrt ins Blaue

Das hätte uns besser gefallen
Es war wieder einmal Sonntag und ein größerer Spaziergang fernab unseres Karrees stand an. Doch wie immer in den letzten Wochen sah das Wetter gar nicht freundlich aus. Dicke, dunkle Wolken mit hoher Regenwahrscheinlichkeit begrüßten uns auch an diesem Morgen. Wir unternahmen also wieder eine Fahrt ins Blaue, sprich immer dem Stückchen blauen Himmel nach. Gelandet sind wir schlussendlich in Behringen. Bekannter ist wohl mittlerweile der Ortsteil Hütscheroda, wo kürzlich das Wildkatzendorf des Nationalparks Hainich eröffnet wurde. In Behringen jedenfalls fährt man immer der Hauptstraße nach und hält dann bei der Nationalpark-Information, der Platz ist richtig als Wander-Parkplatz ausgeschildert.

Wo soll es hingehen?


Direkt am Parkplatz fanden wir eine große Schautafel – die Menschen hielten sich natürlich wieder ewig mit dem Lesen der Schilder auf. Uns ist das ja völlig egal, Hauptsache laufen. Schließlich sah das Ziel „Bockwindmühle“, das etwa fünf Kilometer entfernt sein sollte, recht gut aus. Auf dem gleichen Schild war auch der „Stausee Wangenheim“ zu sehen, von dem wir noch nie etwas gehört hatten.


Der „Stausee Wangenheim“ hat es natürlich vor allem meinem Kumpel Dusty, dem Wassernarr, angetan. Er sollte etwa sieben Kilometer entfernt liegen und so machten wir uns auf den Weg. Am Stausee soll übrigens auch ein Campingplatz gelegen sein, wer also mal ein paar Tage dort verbringen will, kann ebenfalls gut unterkommen.


Der Weg ist das Ziel


Zunächst führte uns unser Weg durch den Ort Behringen, anfangs entlang der Hauptstraße, später auf verschiedenen Nebenstraßen, die einen eher dörflichen Charakter hatten. Dort sahen wir Hühner und Gänse, Schafe und sogar Ziegen. Aber die meisten sind vor uns geflohen, wenn wir mal am Zaun geguckt haben.

Zum Schluss mussten wir kurz vor dem Ortsausgang von Behringen noch die Hauptstraße überqueren, gar nicht so einfach, weil sie schwer einsehbar ist. Danach kamen wir noch an den letzten Ausläufern des Ortes entlang und landeten auf einer alten Straße. Dort stand aber leider kein Schild mehr, so dass wir ihr erst einmal folgten. Nach etwa fünf bis sechs Kilometern kamen wir im nächsten Dorf an, leider gab es kein Ortsschild, so dass wir nicht wissen, wo wir gelandet sind.

Die Mühle oder den Stausee haben wir aufgrund der fehlenden Beschilderung nicht entdeckt. Wir kehrten dann lieber um, da die Wolken immer dunkler wurden. Dabei stellten wir fest, dass auf der Straße die Durchfahrt gesperrt war, lediglich „land- und forstwirtschaftlicher Verkehr“ durften da lang fahren. Davon gibt es in dieser Region aber richtig viel, auch viele kleine PKWs gehören scheinbar dazu. Diese sind jedenfalls zuhauf dort lang gefahren und die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h galt scheinbar pro Rad oder pro Insasse, statt pro Fahrzeug.

Zwischendurch suchten wir nach einem Feldweg, der parallel zur Straße verlief, konnten hier aber nicht fündig werden, leider. Dafür entdeckten wir einen Wildhasen, das war spannend. Der kann ganz schön schnell hoppeln und als echte Foxterrier mussten wir natürlich sofort hinterher springen, wären da nur diese blöden Leinen nicht gewesen, hätten wir ihn auch bekommen. Alles in allem war unser heutiger Sonntagsausflug also nicht so toll, aber den Weg brauchen wir jetzt eben nicht noch einmal laufen.

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