Montag, 13. August 2012

Am Trusetaler Wasserfall

Trusetaler Wasserfall
Schon seit langem hatten wir uns vorgenommen, einmal den Trusetaler Wasserfall zu besuchen und jetzt hat es endlich geklappt. Das Wetter hat mitgespielt und wir konnten die Strecke doch einmal zurücklegen. Eigentlich wollten wir ja über die Hohe Sonne fahren, aber diese ist wegen der Wartburg-Rallye natürlich gerade an diesem Wochenende gesperrt gewesen. Also mussten wir uns an die Umleitung über Förtha und Marksuhl halten. Die kurvigen, teils sehr engen Straßen mit mitunter schweren Straßenschäden sind aber nicht für Jedermann etwas. Trotzdem haben wir es geschafft, am Trusetaler Wasserfall anzukommen.

Gratis Parkplatz, aber Eintritt


Positiv überrascht waren wir, dass der Parkplatz am Trusetaler Wasserfall kostenfrei ist, zumal sich direkt nebenan der bekannte Zwergenpark Trusetal, ein Highlight für Kids, befindet. Wer allerdings das Erholungsgebiet direkt um den Trusetaler Wasserfall besuchen will, muss eine kleine Gebühr zahlen. Mit einem Euro ist diese jedoch nicht zu hoch angesetzt.


Geschichte des Trusetaler Wasserfalls

 

Chris muss den Zulauf zum Wasserfall untersuchen
Der Trusetaler Wasserfall ist einer der wenigen Wasserfälle in Deutschland, die bestiegen werden können. 1865 wurde er erbaut, die Pläne dafür lieferte Baurat Specht aus Schmalkalden. Insgesamt stürzt das Wasser in Trusetal 58 Meter in die Tiefe und wer mag, kann den Aufstieg über die 228 Stufen entlang des Wasserfalls wagen. Allerdings erfolgt das Besteigen auf eigene Gefahr und ist ab Einbruch der Dunkelheit generell untersagt.

Das Wasser der Truse wurde unterhalb von Brotterode abgezweigt. Über einen 3.500 Meter langen Kunstgraben wird das Wasser durch die Porphyrgänge im Granit geführt und schließlich zu den Felsauftürmungen. Von hier aus stürzt das Wasser in zwei Abschnitten in die Tiefe.

Im Winter 1964 / 1965 war der Trusetaler Wasserfall sehr stark vereist. Es bestand sogar die Gefahr, dass der Felsen abgesprengt werden könne. Erst die Grubenwehr aus Trusetal schaffte es, den Hauptfelsen wieder zu sanieren. Um derartigen weiteren Vorfällen entgegen zu wirken, ist der Trusetaler Wasserfall seither nur noch von Ostern bis Oktober zu besichtigen. Wer Interesse am „Trusetaler Wasserfallfest“ hat, der sollte den Wasserfall übrigens am zweiten Wochenende im Juli besuchen, denn dann findet das jährliche Spektakel statt.

Unser Spaziergang – ein Rundweg

 

Die Bank Helene
Am Trusetaler Wasserfall angekommen, informierten wir uns erst einmal über dessen Geschichte. Danach entschieden wir uns, einen Rundweg zu laufen. Dieser maß etwa 3,5 Kilometer und nach einer knappen Stunde mit viel Bestaunen des Wasserfalls waren wir schon durch. Es zwar ein eher kurzer Spaziergang, dafür gab es aber viel zu entdecken. Durch den Wald führte der Rundweg uns steil bergauf, nur gut, dass wir Hunde noch viel Kraft hatten und unsere Frauchen hinaufziehen konnten.

Für eine kurze Verschnaufpause folgten wir jetzt einem ebeneren Stück Weg, entlang dessen der Zulauf zum Trusetaler Wasserfall verlief. Hier konnten wir eine kleine Erfrischung genießen und auch den Durst stillen. Wir kamen dann direkt über dem Trusetaler Wasserfall heraus und konnten von oben bestaunen, wie das Wasser in die Tiefe stürzte.

Nach diesem Ausblick führten wir unseren Weg bergauf fort. Vorbei kamen wir an der Köhlerhütte und am Elmenthäler Waldstadion, bis wir schließlich auf eine ganz besondere Rastbank stießen. Diese hatte nämlich einen Namen, der auf einem Schild angegeben war. Dort hieß es:
Ich bin die Bank Helene,
im Rücken mit einer Lehne.
Schauen kann man bis zur Rhön,
der Blick ist einfach wunderschön.
Lasst mich ganz, ich bitte sehr,
so kommen noch viele Urlauber her.
Mein Leben soll sein auf Dauer,
ein Dank an die Erbauer.

Ausblick von der Bank Helene
Von der Bank aus erhielt man einen wirklich schönen Blick auf die Umgebung. Den Weg setzten wir dann in Richtung Elmenthal, einem kleinen Ort fort. Dort ging es durch das Dorf mit seinen vielen Ferienhäusern, Ferienwohnungen und Pensionen. Ganz auf den Tourismus eingestellt zeigte sich der kleine Ort.

Von hier aus ging es schließlich zurück zum Trusetaler Wasserfall und dann wieder nach Hause. Auf dem Heimweg, den wir über Ruhla nahmen, entdeckten wir rund um Brotterode übrigens viele schöne Wanderparkplätze, hier muss ich also auch noch ganz viel erkunden.

Fotos: © B. Lutz

Kommentare:

  1. ich liebe wasserfälle und wandern, würde so gerne auch einmal dorthin fahren. netter spruch auf der bank. hoffe es hilft auch gegen vandalen^^ vielen dank für die schöne beschreibung.

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    1. Hallo Janine,

      ja, der Wasserfall hat schon was, wenn man davor steht. Aber wie gesagt, ist er auch ein Touristenmagnet und dementsprechend überlaufen ist es rund herum.

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