Dienstag, 7. August 2012

Auf dem Bummelkuppenweg

Steinerner Tisch
Bei unserem zweiten Ausflug ging es in den Nationalpark Hainich. Hier waren wir schon lange nicht mehr und er wird seinem Anspruch den „Urwald inmitten von Deutschland“ zu erreichen, sehr gut gerecht. Ausgangspunkt war der Wanderparkplatz Harsberg bei Lauterbach. Die Details dazu noch einmal im Kurzüberblick:




Start
Wanderparkplatz Harsberg / Lauterbach (Jugendherberge Urwald-Life-Camp)
Ziele
Steinerner Tisch
Zollbank
Mülverstedter Kreuz
Prinzenstein
Betteleiche
Waldgasthaus Reckenbühl
Dauer
ca. 5 Stunden
Länge
ca. 16,5 km


Los ging es also am Parkplatz Harsberg bei Lauterbach, dafür mussten wir Eisenach in Richtung Mihla verlassen. Dann fuhren wir durch Berka v. d. Hainich, Bischofroda und Lauterbach, bevor der gut ausgeschilderte Wanderparkplatz auftauchte. Die recht enge, sehr lange Zufahrt zum Parkplatz sollte am besten nur von sicheren Fahrern genommen werden. Im Winter ist sie weniger empfehlenswert, da hier nur eingeschränkter Winterdienst vorhanden ist.


Am Parkplatz befinden sich auch die Jugendherberge und das Urwald-Life-Camp, das eines der Highlights für Kids ist, die vom Nationalpark Hainich geboten werden. Übrigens ist dieser seit Juni 2011 sogar Weltnaturerbe der UNESCO. Ein Besuch lohnt sich also allemal und das nicht nur beim Baumkronenpfad.


Erstes Ziel: Steinerner Tisch

Zöllner Chris bei der Arbeit an der Zollbank
Vom Parkplatz aus geht es ein kurzes Stück ebenen Weges, danach steigt er stetig an. Zwischenzeitlich kreuzt der Hainichlandweg den Bummelkuppenweg, der als Rundweg angelegt ist und auf einer kurzen und einer langen Tour abgelaufen werden kann. Auch ein Abstecher ins Schwanental und zum Wanderparkplatz Mihlaer Tal ist von hier aus möglich.

Das erste Ziel, das wir erreicht haben, ist der Steinerne Tisch. Er befindet sich an der einstigen Grenze der Herren von Hopffgarten, die auch auf der Burgruine Haineck ansässig waren. Der Steinerne Tisch war einst ein Ruhepunkt für die Fuhrleute, die über die „Hohe Straße“ durch den Hainich zogen. Etwa ab 1920 hat sich das Wandern im Hainich durchgesetzt und seither ist der Steinerne Tisch ein beliebter Treffpunkt für Wanderer aus der Umgebung geworden.

Kurz nach dem Steinernen Tisch folgt die Zollbank, von wo aus die Zöllner einst die Vorbeiziehenden beobachteten. Sie ist etwas im Wald versteckt, ein gut sichtbares Hinweisschild macht darauf aber aufmerksam.

Das Mülverstedter Kreuz

Chris untersucht das Mülverstedter Kreuz
Das Mülverstedter Kreuz liegt ebenfalls direkt am Bummelkuppenweg. Es entstand vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Es unterscheidet sich von anderen Kreuzen aus dieser Zeit sehr deutlich, da es keine Inschriften und Zeichen enthält, gerade Arme aufweist und die Winkel der Seitenarme auch nicht abgerundet sind.

Das alte Flurdenkmal erhielt seinen Namen daher, weil es zur Gemarkung Mülverstedt gehört, obwohl es sich stolze neun Kilometer von dem Ort entfernt befindet. Warum das Mülverstedter Kreuz einst entstanden ist, ist bis heute unklar. Man geht aber davon aus, dass es sich um ein Sühnekreuz handeln könnte. 1972 musste das Kreuz nach Mülverstedt gebracht werden, die Angst eines Verlustes war zu groß, da sich hier der Truppenübungsplatz Weberstedt befand. Erst nach der Wende, 1996, konnte das Mülverstedter Kreuz an die „Hohe Straße“ zurück gebracht werden. Weiter geht es im nächsten Teil.

Fotos: © B. Lutz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen