Montag, 20. August 2012

Vom Dreiherrenstein zum Questenstein

Wir untersuchen den Dreiherrenstein
Endlich war es wieder soweit, ein neuer Ausflug stand an. Aufgrund der hohen Temperaturen suchten wir nach einem schönen, schattigen Waldweg und deshalb führte unsere Tour uns in Richtung Ruhla. Wir fuhren über die Stadtautobahn nach Wutha-Farnroda über Thal nach Ruhla. Einmal mussten wir komplett durch den Ort durch, das Waldbad hinter uns lassen und in Richtung Brotterode und Trusetal abbiegen. Dann fanden wir nach einer Weile linkerhand einen kleinen (nicht ausgeschilderten) Parkplatz, den wir nutzten. Dort gab es einige Wanderwege, unser Weg sah wie folgt aus:


Start
Parkplatz etwa 5 km nach Ruhla Richtung Brotterode / Trusetal
Ziele
Hirschbalzwiese
Dreiherrenstein
Breitunger Rennsteig
Unterer Beerberg
Questenstein
Dauer
ca. 2 Stunden
Länge
ca. 8 km


Vom Parkplatz aus hatten wir die Qual der Wahl, über die Straße wären wir abwärts nach Steinbach gelangt, auf unserer Straßenseite führte der Weg unter anderem zum Dreiherrenstein. Für diesen Weg haben wir uns entschieden und kamen nach einem kurzen, weniger stark bewaldeten Stück an der Hirschbalzwiese (690 m NN) an. Von dort ging es auf einem schmaleren Weg rechterhand weiter.



Der Dreiherrenstein

 

Aussichtspunkt Questenstein
Nach gut 800 Metern kamen wir beim Dreiherrenstein an. Dort informiert eine Tafel über den alten Grenzstein am Großen Weißenberg (740 m NN). Die Buchstaben, die in den Grenzstein eingemeißelt sind, sollen die Herrschaftsgebiete, die an dieser Stelle zusammentreffen bezeichnen. Diese waren während der fürstlichen Kleinstaaterei entlang des gesamten Rennsteigs entstanden. Dabei finden sich auf dem Stein die Buchstabenkombinationen:

  • SG: Sachsen-Gotha,
  • SM: Sachsen-Meiningen und
  • KH: Kurhessen.

Ebenfalls befindet sich unmittelbarer Nähe ein Waldgasthaus, das zum Essen und Trinken einlädt. Aber für eine Pause war es uns noch viel zu früh. Außerdem soll ein Denkmal für Viktor von Scheffel am Großen Weißenberg zu finden sein. Grund dafür ist wohl, dass er ein Rennsteiggedicht schrieb, welches er dem alten Kammpfad widmete.

Der Breitunger Rennsteig

 

Aussicht vom Questenstein
Am Dreiherrenstein angelangt, stellten wir fest, dass es auch bis zum Großen Inselsberg nur etwa fünf Kilometer Wegstrecke sind. Da wir aber nicht mehr allzu viel Zeit hatten, entschieden wir uns, die Ruhlaer Skihütte als nächstes Ziel zu wählen. Sie sollte zwei Kilometer entfernt sein.

Der Weg führte über den Breitunger Rennsteig, der hier seinen Ursprung hat, worauf eine Tafel hinweist. Er wird auch als Brücknerscher oder Ur-Rennsteig bezeichnet und führt bis nach Breitungen. Ich kam natürlich gleich auf die Idee, dass wir die 16 Kilometer nach Breitungen demnächst zu Fuß zurücklegen können, wenn ich zum Friseur muss. Dann halte ich auf dem Tisch sicher stiller.

Auf dem Weg kamen wir unter anderem noch am Unteren Beerberg vorbei (710 m NN), bis wir schließlich zum Questenstein, einem Aussichtspunkt kamen. Dort mussten wir eine kurze Rast einlegen, die Skihütte in Ruhla hatten wir natürlich aufgrund mangelnder Beschilderung zwischenzeitlich wieder aus den Augen verloren. Der Aussichtspunkt Questenstein (695 m NN) ist im Grunde in einer kleinen Waldlichtung versteckt. Dort befindet sich eine große Felsformation, die man erst einmal erklettern muss, bevor man die Aussicht genießen kann. Aber toll war es dennoch, genau wie der Rückweg. Hier trafen wir noch zwei Airedale Terrier, die man fast genauso selten, wie uns Foxis sieht.

Fotos: © B. Lutz

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen