Donnerstag, 23. August 2012

Von der Glasbachwiese zum Auerhahn

Ehrenmal Glöckler
Endlich hatten wir mal wieder einen kleineren Ausflug. Es ging wieder einmal nach Ruhla, dieses Mal entschieden wir uns für den Parkplatz an der Bushaltestelle Glasbachwiese. Dafür fahrt ihr einfach nach Ruhla, dann einmal durch den Ort durch, vorbei am Waldbad und der Schanze. Direkt an der Kreuzung, wo ihr geradeaus nach Bad Liebenstein und linkerhand nach Brotterode und Trusetal, sowie zur Ruhlaer Skihütte kommt, liegt die Glasbachwiese. Ich empfehle euch, links abzubiegen, wenige Meter später kommt ein großer Parkplatz, wo ihr das Auto wunderbar abstellen könnt. Die genauen Details zu unserer viel zu kurzen Wanderung:


Start
Bushaltestelle Glasbachwiese
Ziele
Glasbachwiese (647 m NN)
Ehrenmal Glöckner (692 m NN)
Nebestein
Große Meilerstätte
Forstort Vogelheide
Bergrettungsstation mit Waldhaus „Auerhahn“ am Rennsteig und Herberts Eiche
Dauer
ca. 2 Stunden
Länge
ca. 7 km


Los ging es also an der Glasbachwiese. Hier gab es einmal den großen Reit- und Radweg, sowie einen kleinen Waldpfad, der mit dem bekannten R für den Rennsteig bezeichnet war. Klar, dass wir uns für den Waldweg mit echtem Waldboden entschieden. So gingen wir den Radfahrern, Joggern und Co. aus dem Wege.


Das Ehrenmal Glöckner

Nebestein
Das Ehrenmal Glöckner, auch bekannt als Glöckler, erreichten wir nach gut einem Kilometer. Die große Felspartie aus Granitfelsblöcken dient als natürliches Ehrenmal. Es wurde am 08.06.1922 geweiht. Dabei sollte es an die Gefallenen des 1. Weltkriegs erinnern, insbesondere an die gefallenen Mitglieder des Rennsteigvereins. Außerdem wurde es zu Ehren von Prof. Herstel, dem Gründer des Rennsteigvereins geweiht, der am 19.04.1910 gestorben ist.

In den 1920er Jahren war das Ehrenmal Glöckner übrigens auch der Start des Rennsteig-Ski-Staffellaufs über 100 Kilometer. Dieser endete am Kriegerehrenmal bei Ernstthal. Die Aussicht, die sich vom Ehrenmal aus bot, war phantastisch. Man kann auch am Ehrenmal etwas hinabsteigen, um das „Rondell“ aus dem Innenbereich zu sehen. Natürlich musste Frauchen da runter und ich schaute sehnsüchtig hinterher. Dann rief sie plötzlich und zwar aus der anderen Richtung. Sie konnte nämlich rundherum laufen, aber das glaubte ich nicht. Wo sie verschwunden war, da musste sie auch wieder herkommen.

Nebestein, Große Meilerstätte und Vogelheide

 

ich will Pause - am Waldhaus "Auerhahn"
Weiter ging es zunächst auf dem großen Weg, da der kleine Waldweg zwischenzeitlich aussetzte. Rechterhand führte ein kleiner Pfad ab, 30 Meter weiter befand sich der Nebestein. Er wurde Fritz Nebe gewidmet, der am 02.10.1918 verstarb. Auf der Inschrift des Steins heißt es, dass Nebe ein großer Freund des Ruhlaer Forstes und seiner Jägerei war.

Schließlich erreichten wir die Große Meilerstätte. Diese Lichtung ist der Ausgangspunkt für zahllose weitere Wanderungen. Auf einem pilzartigen Gebilde haben wir Wegweiser nach Steinbach, zum Waldbad Ruhla, zum Ruhlaer Häuschen und sogar zur Hohen Sonne gefunden. Die Große Meilerstätte hat wohl einst sehr viele Buchen beheimatet und war deshalb ein bevorzugter Standort von Holzkohlenmeilern. Daran erinnern soll auch eine kleine Waldhütte, die hier zu finden ist und zum Rasten einlädt.

Schließlich gelangten wir, wieder über einen kleinen Waldpfad zum Forstort Vogelheide. Eigentlich war hier lange Zeit gar kein Wald zu sehen, und zwar bis 1750. Erst danach entschied der Oberforstrat König sich dazu, den Standort aufzuforsten und heute finden sich hier dichte Wälder mit vielen Nadelbäumen. Klar, dass es da genauso viele tolle Tannenzapfen zum Spielen gibt.

Waldhaus „Auerhahn“ am Rennsteig

 

ich ruhe und Dusty hat Durst
Weiter führte der Weg, bis wir am Waldhaus „Auerhahn“ am Rennsteig ankamen. Hier befindet sich auch die Bergrettungsstation der DRK-Bergwacht Thüringen, wobei die Bereitschaft von Ruhla übernommen wird.

Das urige Waldhaus lädt ebenfalls für eine kurze Rast ein. Hier befindet sich zudem Herberts Eiche und eine steinerne Kugel, die offenbar die Tierkreiszeichen abbildet. Am Rastplatz mussten wir dann erst einmal eine kleine Pause machen, dabei bellten wir natürlich alle anderen Spaziergänger weg. Das war jetzt schließlich unser Rastplatz. Nach dem kurzen Ruhen machten wir uns wieder auf den Rückweg, schließlich lief uns schon wieder die Zeit davon.

Fotos: © B. Lutz

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