Dienstag, 4. Dezember 2012

Endlich: Der erste Winterspaziergang

Dusty im Schnee - laut Zunge schmeckt er gut
Pünktlich zum 1. Advent gab es bei uns die tolle weiße Winterpracht und da gab es natürlich kein Halten mehr. Ab in den Wald musste es gehen, doch unser anvisierter Parkplatz bei der Phantasie war leider überfüllt. Grund dafür war der historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg. Deshalb fuhren wir auf die Hohe Sonne und da gab es sowieso viel mehr Schnee. Das war vielleicht lustig, konnte ich doch meinem Kumpel Dusty seinen ersten richtigen Schnee zeigen, da der letzte Winter ja eher feucht und grau, als weiß und kalt war.

Prompt gingen wir in Richtung Vachaer Stein und da kam uns schon etwas ganz Seltsames entgegen, das mein Kumpel nicht kannte: Ein kleiner Mensch, doch der lief nicht auf seinen zwei Beinen, wie er das gewohnt ist, sondern wurde auf einem Schlitten gezogen. Da wurden Dustys Augen groß, sage ich euch, er konnte gar nicht verstehen, was er da sah.

Im Schneegestöber ging es fröhlich weiter auf dem Rennsteig und dem Rennsteig-Radweg, wo vor uns wohl noch keiner lang gelaufen war. Die Schneedecke war nämlich noch geschlossen und wir haben die ersten Spuren hinterlassen. Plötzlich kamen uns noch ein paar Menschen entgegen, die mit Stöcken herum liefen, anstatt sie zu werfen, wie sich das gehört. Frauchen sagt, das sind Nordic Walker.

Ich war auch ein kleiner Yeti

Lustige Spiele im Schnee


Normalerweise machen wir ja bei Schnee immer eine große Schneeballschlacht, das ist vor allem für mich als Ball-Junkie echt lustig. Das Dumme ist nur: Ich kann zwar das weiße Bällchen holen, aber irgendwie schaffe ich es nicht, dass ich es heil zurück bringen kann. Aber egal, Hauptsache hinterher rennen. Leider gab es aber dieses Wochenende keine Schneeballschlacht, weil Frauchen allein mit Dusty und mir unterwegs war.

Dafür haben wir Schneekicken gespielt. Kennt ihr das? Frauchen schubst den Schnee mit den Füßen weg und ich versuche, ihn zu fangen. Meistens gelingt mir das nur leider nicht, witzig finde ich es trotzdem. Danach habe ich noch einen Tannenzapfen gefunden. Den hat Frauchen auch mit dem Fuß weg gekickt und er sammelte den ganzen Schnee an sich, so dass es gar nicht so einfach war, ihn in all dem Weiß wieder zu finden.

Dann gab es auch noch tolle Suchspiele – Leckerchen im Schnee zu finden, ist gar nicht so einfach, sage ich euch. Aber Spaß macht es trotzdem richtig doll.

Wir machen Pause und vertreiben uns die Zeit mit Suchen

Zur Krummen Kahre


Wir sind dann immer weiter gelaufen und kamen schließlich an der Krummen Kahre (420 m ü. NN) an, einer Hütte mitten im Wald, wo wir eine kurze Pause mit Suchspielen einlegten. Zwischendurch kamen wir noch am Kisselblick vorbei, wo man eine tolle Aussicht genießen kann. Aber Frauchen hatte da wohl nicht viel von, durch das Schneegestöber konnte sie durch ihre Brille nicht mehr viel sehen. Aber wir haben ihr ja gezeigt, wo es lang ging.

Auf dem Rückweg haben wir festgestellt, dass wir nicht nur auf dem Rennsteig unterwegs waren, sondern dieser sich stellenweise mit dem Pummpälzweg und dem Lutherweg überschnitt. Obwohl wir nur etwa eineinhalb Stunden und sieben Kilometer unterwegs waren, hat es auch Dusty und mir dann gereicht. Hühnerei- bis tennisballgroße Schneekugeln hatten sich nämlich an unseren Beinen festgesetzt und wir mussten immer wieder stehen bleiben, um sie abzumachen. Das nervt halt beim Laufen, verzichten will ich aber auf den Schnee trotzdem nie und nimmer.

Fotos: © B. Lutz

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