Montag, 28. Januar 2013

Endlich eine Schneeballschlacht

Nun wirf doch endlich, Frauchen!
Endlich war es wieder soweit – das Wochenende war da und mit ihm kam auch das Tauwetter. Am Samstag hatten wir noch tiefe Minusgrade und einen Tag später begann das schöne Weiß langsam zu verblassen. Nur gut, dass so viel Schnee gefallen war, denn dadurch hat das Tauwetter erst einen winzigen Teil weggetaut bzw. den Schnee in so eine Konsistenz gebracht, dass man Schneebälle daraus machen konnte. Deshalb haben wir uns auch dieses Mal kein richtiges Ziel gesetzt, obwohl wir eigentlich zum Federkopf und Herrenstieg wollten.



Schnee am Siebenborn

Jetzt muss ich mich beeilen, damit ich das Bällchen finde

Los ging es am Siebenborn, endlich mal wieder etwas anderes, als die Hohe Sonne. Dort gibt es übrigens ganz viele Teiche, die der Fischaufzucht dienen. Dementsprechend dürfen wir da auch nicht baden. Ich bin trotzdem einmal in einen See gefallen und kam fast gar nicht mehr raus. Jedenfalls gingen wir heute einen anderen Weg, der besagten Federkopf und Herrenstieg zum Ziel hatte. Leider zeigte er aber steil nach oben und Frauchen weigerte sich, durch den Schnee so weit nach oben und später wieder hinunter zu stapfen. Stattdessen warf sie mir Leckerchen in den Schnee, die ich suchen durfte, heißa – was für eine Freude.

Wir mussten also nach kurzer Zeit umkehren, hatten wir doch nur noch einen Teil der Gewerblichen Berufsschule entdeckt. Und da ich mich vehement weigere, eine Ausbildung zu machen und Geld zu verdienen, flüchtete ich ganz schnell von da.

Vom Windtal in den Wald

Wo ist er nur, mein Schneeball???

Am Windtal ging es dann auch noch in den Wald, zwar ohne Ausschilderung, aber das macht mir bekanntlich nichts aus. Hier stehen ein paar schöne Häuser mit großen Grundstücken direkt am Waldrand – da würde ich auch gerne wohnen.

Im Wald war es richtig ruhig und verschneit und Frauchen fing plötzlich an, Schneebälle zu formen und für mich weg zu werfen. Ich habe natürlich in den Schneemassen genau nach diesem einen von ihr geworfenen Schneeball gesucht. Eigentlich wollte ich ihn auch zurückbringen, aber ihr glaubt nicht, was passiert ist: Dieses lustige weiße Bällchen ist einfach auseinander gefallen, als ich es mit meiner Schnauze aufgehoben habe. Das mit dem Apportieren klappt wohl nicht mit diesen Bällchen, aber Frauchen baute immer neue und so konnte ich prima danach suchen und springen.

Eine ganze Weile sind wir so durch den Schnee gesprungen, einmal bin ich sogar über Baumstämme gefallen, die am Rand des Wegs lagen und so zugeschneit waren, dass ich sie nicht gesehen habe. Nur gut, dass nichts passiert ist, sagt Frauchen. Sie meint, da kann ich mich schnell verletzen – dass ich nicht lache.

Nach etwa einer Stunde und knapp fünf Kilometern machten wir uns wieder auf den Rückweg. Und wisst ihr, was ich da entdeckt habe? Einen Klettenstrauch. An dem musste ich erst mal mein Bein heben, in der Hoffnung, mir ein paar Kletten mit nach Hause zu nehmen. Das hat auch gut geklappt, aber Frauchen hat sie ganz schnell aus meinem Fell geklaubt und weg geworfen. Das fand ich spannend, deshalb bin ich hinterher gesprungen und habe die Kletten dann mit meiner Schnauze aufheben wollen. Aber die schmecken nicht wirklich gut.

Fotos: © B. Lutz

Kommentare:

  1. Hallo Chris,
    ich glaube wir haben fast die gleichen Ausflugsziele.
    Da kann ich dich mit neuen Wandervorschlägen sicher nicht mehr überraschen.
    Werde aber nochnmal überlegen!
    Ich bin im Sommer mal den Asphaltweg am Siebenborn gegangen.War aber nicht so schön, da viele Radfahrer von vorn und hinten angeschossen kamen.
    Wo war denn diesmal dein Kumpel Dusty? Ist doch hoffentlich nicht krank?
    Güße Nikki

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  2. Hallo Nikki,

    ja, der Asphaltweg eignet sich nur bei Regen. Ansonsten sind da wirklich zu viele Radfahrer und die sind nicht meine Freunde. Dusty war auch dabei, hat sich aber nicht so schön fürs Bild präsentiert. Ihm geht es also gut.

    LG Chris

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