Dienstag, 12. März 2013

Viele bunte Spaziergänge

Auf dem Ziegelfeld
Vor lauter tollen Ausflügen kam ich gar nicht mehr dazu, euch zu berichten. Das will ich jetzt aber schleunigst nachholen. Wie ich ja schon geschrieben habe, musste ich ausgerechnet an meinem Geburtstag zum Onkel Doktor. Wie immer habe ich fürchterlich gezittert und wollte am liebsten auf der Stelle kehrt machen. Aber leider ging das nicht. Als wir dann dran kamen, wir mussten Gott sei Dank nicht lange warten, trug mich Frauchen wie gewohnt ins Sprechzimmer. Ich laufe doch nicht freiwillig da rein. Und da kam der Doc mit seiner großen Spritze und hat KEIN Schleifchen drum gebunden. Im Gegenteil, das war die erste meiner drei Spritzen, die sogar richtig weh getan hat. Natürlich hat der Doc danach wieder versucht, sich einzukratzen und wollte mir Leckerchen geben – aber die wollte ich nicht. Wie komme ich denn dazu, erst ärgern und dann einschmeicheln wollen. An der Anmeldung musste ich auch noch ganz lange warten, Frauchen sagt, sie muss immer erst noch bezahlen. Da gibt die auch noch Geld dafür aus, dass ich Schmerzen leide, Frechheit. Als wir dann endlich raus gingen, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Meine große Liebe, die Kessy kam nämlich auch gerade rein. Aber sie brauchte nur eine Entwurmung, trotzdem war sie genauso panisch, wie ich auch.

Die Kleingartenanlagen

Los, wirf Futter

Da an meinem Geburtstag natürlich immer noch sehr schönes Wetter war, sind wir anschließend noch ein Stück gelaufen. Gestartet sind wir am Wartenberg, genauer am Kleingartenverein überm Gänsetal. Von dort aus ging es ein Stück nach oben, bis wir durch einen Tunnel gingen und neben der Autobahn raus kamen. Von dort führte ein Weg in den Wald, der aber halb gefroren, halb matschig war. Gar nicht so leicht, da durch zu kommen.

Schließlich kamen wir zur Kleingartenanlage NaturFreunde Eisenach e.V.. Von dort könnt ihr ins Palmental und zur Alten Mälzerei gelangen. Wir sind aber dann doch lieber entlang des Kleingartenvereins Ziegelfeld gegangen, da hier der Weg etwas schöner war. Und einmal mehr waren wir erstaunt, wie viele Kleingartenvereine und –anlagen wir in Eisenach haben.  Nach gut eineinhalb Stunden und sechs Kilometern kamen wir viel zu früh schon wieder am Auto an und fuhren nach Hause, wo es natürlich meine zweite Portion Nassfutter gab.

An den Teichen in Stedtfeld

Im Winterwald kann man auch auf Futter warten

Auch am nächsten Tag war noch super Wetter und wir konnten am späten Nachmittag dann noch einmal knapp zwei Stunden nutzen, um das Wetter zu genießen. Dieses Mal ging es zu den Teichen nach Stedtfeld. Hier gibt es übrigens einen Bergbau-Erlebnispfad, falls ihr euch für so etwas interessiert. In die Teiche dürfen wir aber nicht, die dienen wieder mal der Fischaufzucht.

Wir sind hier ein Stück in den Wald gegangen, wobei der Waldboden anfangs sehr schlammig war, später lag noch viel Schnee und Eis, so dass es teilweise recht rutschig war. Dabei kamen wir an den

  • Stedtfelder Teichen,
  • am Borntal,
  • an der Rangenwiese und
  • am Pochteich vorbei.

Noch ein Stück weiter könnt ihr einen steilen Berg hinauf steigen oder nehmt einen ebeneren Weg, der nach links führt. Wir haben uns für letzteren entschieden und sind dort noch ein Stück gelaufen. Nach knapp acht Kilometern waren wir aber, wie immer viel zu früh, schon wieder am Auto und fuhren nach Hause.

Von den Teichen nach Hörschel

Die Zugvögel sind wohl lieber wieder zurück in den Süden geflogen

Danach war es vorbei mit dem schönen Wetter und unser Sonntagsausflug wäre auch fast ins Wasser gefallen. Wir haben aber grade die Stunde gefunden, wo es nicht geregnet hat. Und da sind wir nochmal zu den Stedtfelder Teichen gefahren, aber dem Radweg gefolgt. Hier lauft ihr auf dem Pilgerweg und dem Elisabethpfad entlang. Nach einer Weile kommt ihr an einem Gelände des Trink- und Abwasserzweckverbandes vorbei und rechterhand gibt es einen kleinen Anstieg. Der führt unter anderem zur Gerichtskiefer, zum Rennsteig und nach Neuenhof. Hier haben wir auch Zugvögel in einer tollen Formation entdeckt.

Wir blieben aber bei dem Wetter lieber auf dem asphaltierten Radweg, der später in einen Waldweg übergeht. Von hier gelangt ihr direkt nach Hörschel, wo sich der berühmte Rennsteigbeginn befindet. Da wir aber nicht ins Dorf wollten, kehrten wir schnell wieder um und schafften es, nach einer guten Stunde und ca. 6,5 Kilometer noch im Trockenen nach Hause. Danach begann es zu regnen und ich musste baden, weil ich Frauchen zu dreckig war – wie ich das hasse. Dafür genoss ich anschließend meine Schmuseeinheiten umso mehr. Als ich abends noch mal raus musste, war da draußen schon wieder alles weiß. Und dabei hatten wir Sommergewinn – da haben sie wohl vergessen, den Winter symbolisch zu verbrennen. Der Sommergewinn ist übrigens das größte Frühlingsfest in Deutschland und natürlich strömten viele Besucher in unsere Stadt, die sich das seit über 100 Jahren stattfindende Heimatfest ansehen wollten. Anscheinend waren auch viele Anwohner beim Sommergewinn, denn wir begegneten kaum Menschen auf unserem Ausflug.

Fotos: © B. Lutz

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