Montag, 22. April 2013

Ich bin ein Schönling!

Endlich raus aus der Halle
 Schon wieder war Sonntag und schon wieder durfte ich nicht ausschlafen. Wir mussten nämlich zur Dr.-Pleßke-Gedächtnisausstellung nach Breitungen. Mein Frauchen ist ja Mitglied im Deutschen Foxterrier-Verband und da der Ortsgruppe Erfurt und Umgebung angeschlossen. Und diese Ortsgruppe sollte bei der Ausstellung mit helfen, deshalb fuhren wir wieder recht zeitig nach Breitungen.

Aber zum Glück brauchte man unsere Hilfe dann doch nicht. Nun waren wir aber einmal da und ich habe natürlich freudig meine Friseurin, die auch wieder mit von der Partie war, begrüßt. Kein Wunder, sofern sie nicht im Salon ist, mag ich sie sehr gerne, denn dann zupft sie nicht dauernd an mir rum.

Auch die vielen netten Leute aus der OG habe ich wieder gesehen, darunter Barney, der große Foxl, der schon schick getrimmt war. Auch Herrchen und Frauchen von der Schönheit Nele waren da, sie haben eine junge Hündin adoptiert, eine echte Schönheit namens Sugar. Ich hätte mich fast in sie verlieben können, wäre nicht meine Kessy meine einzig wahre Liebe.


Die Ausstellung

Entspannung pur im Grünen

Natürlich wirkte ich mit meinem dicken Winterfell zwischen all den frisch getrimmten Foxis etwas deplatziert. Zumindest hat Frauchen mich aber zuvor noch mal ordentlich abgespült, damit ich nicht zu schmuddelig wirkte. Das war vielleicht schlimm, ich mag doch das Baden mit sauberem Wasser überhaupt nicht! Und auf der Couch durfte ich mich auch nicht trocken rubbeln, sondern sollte lieber mein eigenes Bett nass machen.

Jedenfalls war es ziemlich anstrengend auf der Ausstellung. Insgesamt fast 130 Hunde wurden ausgestellt und es gab auch jede Menge hündische Besucher und ganz viele Menschen. Das war laut und eng und gar nicht so einfach für mich. Als Frauchen dann endlich ein Einsehen mit mir hatte und wir mal ein wenig draußen spazieren gingen und mit dem Stöckchen spielten, bekam ich Durst. Und Gott sei Dank gab es da eine große Dreckpfütze. In die bin ich natürlich gleich rein und habe mir schwarze Stiefelchen angezogen. Am liebsten wollte ich mich auch darin wälzen, aber Frauchen hat mich weg gezogen, so dass ich nur schwarze Füße und ein halbes schwarzes Gesicht hatte. Na, nun passte ich gar nicht mehr in die Ausstellung und alle haben mich angegrinst. Frauchen hat immer gesagt, das macht nichts, ich sei schließlich ein Familienhund.

Das sah vor gut zwei Jahren noch anders aus, da haben wir auch mal versucht, mich auszustellen, übrigens auf der gleichen Ausstellung, die jedoch noch in Dermbach in der Rhön stattfand. Natürlich hätte ich ein V1 (Vorzüglich, 1. Platz) verdient. Aber wie immer war Frauchen schuld. Denn ich bekam nur ein SG3 (Sehr gut, 3. Platz), weil sie mich nicht gut präsentiert hat. Aber das macht auch nix, ich und sie wissen, dass ich ein toller Kerl bin und mir liegt dieses Gezupfe, Gekämme und Co. ohnehin nicht.

Große Komplimente bekommen


Und dann kam da der Präsident vom Foxterrier-Verband. Der hatte mir vor zwei Jahren mal gesagt, dass ich zu klein und schmächtig sei. Dabei bin ich genau im Rassestandard, das hat mir auch meine Friseurin bestätigt.

Und heute kam er wieder und erkundigte sich sehr genau nach meinen Eltern und meinte, ich sei ein sehr schöner Hund, das sähe er auch durch mein dickes Winterfell. Na klar, mein Papa war ja auch ein gaaanz großer Champion. Die anderen aus unserer OG meinten sogar, er wolle mich mitnehmen auf Ausstellungen. Aber da hat Frauchen gleich Nein gesagt. Ich kann doch nicht mein Frauchen alleine lassen, was soll die denn ohne mich machen? Und ich vor allen Dingen ohne sie? Nein, nein wir sind doch ein gut eingespieltes Team und bleiben für immer zusammen. Uns kann nichts trennen, selbst der größte in Aussicht gestellte Champion-Titel nicht.

Fotos: © B. Lutz

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