Dienstag, 2. April 2013

Ostern im Schnee

Dusty sucht Leckerchen
Jetzt war es tatsächlich passiert – es war Ostern und obwohl bei uns nur ein paar Krümel Schnee lagen, haben wir den Osterspaziergang im tiefen Schnee verbracht. Dabei sind wir nur bis nach Ruhla gefahren. Gleich am ehemaligen Getränkemarkt, gegenüber der Bushaltestelle haben wir geparkt und da war schon ein großer zusammen geschobener Haufen Schnee. Eigentlich kann ich das weiße Zeug gar nicht mehr sehen, aber in diesen Haufen mussten Dusty und ich erst mal fröhlich rein hüpfen.

Dann mussten wir über die Straße und haben uns erst mal Richtung Alexanderturm auf den Weg gemacht. Unterwegs gibt es noch mehrere Abzweigungen, die auch dorthin führen, genauso wie zum Emmytempel, den wir das letzte Mal ja unterwegs verloren haben. Nach Kittelsthal und Thal könnt ihr auch laufen. Aber bei dem Weg nach Kittelsthal hatten wir uns das letzte Mal ja auch wieder verlaufen. Deshalb blieben wir auf dem großen Hauptweg, der Richtung Rennsteig führt.



Schnee, Schnee und tolle Spuren

Das Sex (6)-Wege-Kreuz

Ganz viel Schnee gab es unterwegs und so konnten wir wieder fleißig Leckerchen suchen. Ich habe auch ein Stöckchen gefunden, aber das war dann doch etwas groß, nur unter der Schneedecke nicht so leicht zu entdecken.

Ganz viele Spuren von den Waldtieren haben wir im Schnee auch entdeckt. Aber weder ich, noch Dusty oder unsere Frauchen wussten, ob sie von Hasen, Rehen oder sonst irgendwelchen Tieren stammten. Allerdings hat Dusty seinen Jagdtrieb gezeigt. Er wollte nämlich hinter einer Spur unbedingt hinterher. Nur gut, dass er an der Leine war, sonst wären wir wohl ganz alleine weiter gegangen.

Zange und Sex-(6)-Wege-Kreuz


Nach einiger Zeit kamen wir an der Zange an und noch etwas später am Sex-(6)-Wege-Kreuz. Lacht nicht, das heißt wirklich so, ich werde es euch mit einem Foto beweisen. Wir haben es auch erst nicht geglaubt. Von hier aus gehen auch noch mal verschiedene Wege ab, aber wir wollten auf unserem Hauptweg bleiben.

Irgendwann kamen wir dann noch auf eine größere Lichtung und da strahlte ganz kurz sogar mal die Sonne aus den Wolken hervor. Da haben wir schon wieder ein Schild zum Alexanderturm gefunden, aber der ist immer noch wegen statischer Mängel gesperrt. Rechterhand lag noch eine kleine Schutzhütte. Hier soll laut einem Schild der Bierweg lang führen. Außerdem liegt hier die Todtenmannhalde. Von 1905 bis 1968 soll hier das Forst- und Jagdhäuschen mit dem Namen „Hubertushaus“ gestanden haben. Ab 1950 soll es sogar bewirtschaftet worden sein. Ob es allerdings in Verbindung mit dem heute bekannten Hubertushaus, zu dem ihr von der Hohen Sonne aus gelangt, steht, wissen wir auch nicht so recht.

Das alte Hubertushäuschen?

Der Rückweg


Da wir schon eine ganze Weile unterwegs waren, kehrten wir um. Unsere Osternester konnten wir leider nicht suchen, Frauchen wusste ja nicht, dass so viel Schnee hier war, dass sie die doch gut hätte verstecken können. Auch beim Rückweg fanden wir wieder neue Spuren und plötzlich stürzte die Temperatur ganz stark herab, die Sonne war weg und es wurde richtig eisig. Kurz darauf fing es dann „endlich“ wieder mit Schneien an. Aber wir kamen nach etwas über zwei Stunden und über zehn Kilometern wieder heil am Auto an und fuhren nach Hause. Dort versteckte Frauchen dann mein Osternest, aber sie hat es mir nicht verraten. Und da ich so müde war, habe ich es bis heute noch nicht gefunden.

Fotos: © B. Lutz

Kommentare:

  1. Toll euer Osterspaziergang.
    Nur 10 km im Schnee... da würde Tibi nicht mitspielen.
    Liebe Grüsse von Sylvia und nun Schneemuffel Tibi

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  2. Hallo Tibi,

    ja, es war auch knapp an der Grenze. Ich musste nämlich schon wieder ganz oft das Beinchen auf dem Rückweg heben. Fast hätte ich mir wieder eine Blasenentzündung geholt, aber wir haben es grad noch geschafft, den richtigen Zeitpunkt abzupassen.

    Ich kann dich voll verstehen. Wenn ich morgens aufstehe und da draußen ist alles weiß und kalt an meinen Pfötchen, da möchte ich am liebsten gar nicht aus der Haustür treten. Dafür nutze ich die Sonnenstrahlen, wenn sie da sind und klopfe mit der Pfote solange an die Balkontür, bis Frauchen endlich aufmacht. Da muss ich mich dann erst mal richtig sonnen.

    LG Chris und der zweibeinige Anhang

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