Donnerstag, 6. Juni 2013

Ich wurde getagged – und nun?

Ich bin ja noch jung, genau wie mein Blog. Und deshalb haben wir nicht genügend Leser. Ramona und ihr Rudel haben uns deshalb getagged. Alle Blogs, die noch keine 200 Leser haben, können an diesem lustigen Frage- und Antwort-Spielchen teilnehmen. Bisher habe ich immer nur bei anderen so etwas gelesen und nun soll ich selbst Fragen beantworten. Mal sehen, ob das klappt.

Initiiert wurde das Ganze übrigens von Blog-Zug.com. Damit will man es schaffen, uns und unsere Blogs bekannter zu machen. Insgesamt soll ich jetzt 11 Fragen beantworten und mir 11 eigene Fragen ausdenken und diese an 11 weitere Blogs schicken. Damit sollen wir alle bekannter werden, mal sehen, was und wer mir dazu einfällt. Aber jetzt erst mal ran an die Fragen, die mir Ramona gestellt hat.


1. Was war/ist dein erster Hund für eine Rasse (oder war/ist es ein Mischling?)

Also, ich persönlich hatte ja noch keinen eigenen Hund. Also lasse ich mal Frauchen die Frage beantworten, los Frauchen, los.

Mein erster Hund sollte ein Foxterrier gewesen sein. Angeblich kam die Dame aus Nürnberg, wir holten sie bei einer vermeintlichen Züchterin in Ohrdruf ab, die Yorkies „züchtete“ und uns den Hund besorgte. Dafür, dass wir Papiere für die Hündin „Barbie von Alexis“ bekommen, haben wir noch 50 DM Aufschlag bezahlt. Auf die Papiere warten wir heute noch, obwohl wir unsere Susi, wie wir sie nannten, schon 1997 abholten. Im Vergleich mit Chris muss ich sagen, dass es wohl doch eher ein Mischling war, denn so ganz nach Foxterrier sah sie dann doch nicht aus. Könnte natürlich an der wenigen Farbe (vorwiegend weiß) und dem unsachgemäßen Scheren durch eine schlechte Friseuse gelegen haben. Aber man lernt ja nie aus, deshalb kam Chris dann vom Züchter, der dem DFV angebunden ist.

Das war Susi

2. Wie war/ist sein Name und wie sein Spitzname?

Ich muss schon wieder Frauchen ran lassen – so ein Mist.

Laut Angaben der „Züchterin“ hieß sie Barbie von Alexis, wir haben sie Susi getauft. Ihr Spitzname war „Dicke“, weil sie mit zunehmendem Alter immer mehr zulegte. Auch der Spitzname „Trudeliese Schmidt“, weil sie immer langsamer lief, je älter sie wurde, hatte sich später noch eingebürgert. „Rumtreiberin“ hieß sie, als sie noch jung war, weil sie gerne mal abgehauen ist, sich aber immer wieder Leuten mit Hunden angeschlossen hat, wo wir sie, damals auch noch ohne Chip, wieder abholen konnten. Danke dem Tierheim Eisenach für die super Vermittlung der Kontaktdaten.

3. Wie bist du zu ihm gekommen?

Da müssen wir auf Frage 1 verweisen. Wir hatten damals einen Foxi gesucht und Susi war uns als „Überbleibsel“ angeboten worden. Sie war wohl schon vermittelt und wegen eines Trauerfalls zurück gekommen. Da ich damals als junges Mädchen keine vier Wochen mehr auf einen anderen Hund warten konnte und sie uns leid tat (ja, ja, ist die falsche Motivation – aber Frau lernt ja dazu), haben wir uns für sie entschieden. Ich denke, wir sind auf ein Zeitungsinserat aufmerksam geworden (total falscher Weg, ich weiß), kann es aber nicht mehr genau sagen.

Susi und klein Chris


4.  Warum wurde es ein Rüde/eine Hündin?

Das ist eigentlich ziemlich witzig. Wir wollten damals einen Rüden haben, aber eben nicht auf diesen warten. Deshalb wurde es eine Hündin. Und Chris sollte eine Hündin werden, aber die Züchter hatten nur einen Rüden. Deshalb wurde er ein Mann ;)

5. Hast du sie/ihn kastrieren lassen? Weshalb, weshalb nicht?

Susi wurde im hohen Alter von elf Jahren kastriert. Sie hatte nach der letzten Läufigkeit einen Scheidenvorfall – das sah furchtbar aus, so ein dicker Eumel da hinten. Die Tierärzte sagten, wir sollten sie kastrieren lassen, damit kein Krebs nachkommt, was sehr wahrscheinlich wäre. Und den hatte sie bis zum Schluss auch nicht bekommen.

6. Welches Erlebnis ist dir am besten in Erinnerung mit ihm/ihr?

Das waren drei Erlebnisse des Ausreißens. Das eine Mal haben wir sie, nachdem wir vom Tierheim die Daten erhalten, bei einer netten Familie abgeholt. Die erzählten uns, dass sie sie mit nach Hause genommen hätten, nachdem sie in die Küche eines Hotels gerannt ist. Sie war halt immer schon verfressen ;)

Auch beim nächsten Ausreißen wandte sie sich wieder Hundefreunden zu. Als wir sie abholten, stellten wir fest, dass sie sich zu meiner damaligen Deutsch-Lehrerin verirrt hatte, die mich peinlicherweise am nächsten Tag im Unterricht danach fragte, ob alles in Ordnung sei.

Und das dritte, weniger schöne Ausreißen, fand eines Abends statt. Sie war die ganze Nacht über weg und fand keinen Hund, mit dem sie mitgehen konnte. Am nächsten Morgen um vier Uhr kam sie zu unserem Haus gerannt, zum Glück wusste sie, wo sie wohnte. Allerdings hatte sie Bekanntschaft vermutlich mit einer Katze gemacht, drei Tage waren die Augen völlig verklebt, so dass sie sie kaum aufbekam.
Kuscheln geht auch

7. Für mich war mein erster Hund etwas ganz Besonderes und für keinen weiteren Hund empfand ich je wieder dasselbe. Wie ist das für dich?

Das ist echt eine sehr schwere Frage. Gefühle für Tiere oder Menschen kann man nie miteinander vergleichen. Susi war ein absoluter Anfängerhund und ich habe ein Jahr lang gebettelt, damit ich überhaupt einen Hund bekam. Daher war die Liebe natürlich extrem groß. Aber auch Chris würde ich nie wieder hergeben. Er ist ein absoluter Einzelhund, also nur auf mich bezogen, statt, wie Susi früher, auf mich und meine Mutter. Daher sind die Gefühle kaum vergleichbar.

8. Wenn er/sie nicht mehr lebt, wie alt wurde er?

Laut den Angaben, die wir zum Alter von Susi bekamen, muss sie 13,5 Jahre alt geworden sein, wir gehen aber eher von 14 Jahren aus, da sie schon, als wir sie holten, vermutlich wesentlich älter war, als angegeben wurde.

9. Hast du mit ihm/ihr irgendwelchen Hundesport betrieben?


Leider gab es Ende der 1990er Jahre noch kaum Hundeschulen oder Hundesport, der für die breite Öffentlichkeit angelegt war. Als das dann aufkam, war Susi bereits im gesetzteren Alter, so dass wir das nicht mehr machen konnten.

10. Bist du mit Hunden groß geworden oder erst später auf den Hund gekommen?


Ich war 14, als Susi zu uns kam, also schon recht alt. Aber ich denke, es war auch gut so, weil dann schon ein gewisses Verständnis für die Bedürfnisse des Tieres vorhanden war.

11. Warum kannst du nicht mehr ohne Hund?

Da gibt es so viele Punkte, da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Hunde bringen uns zum Lachen, sie zeigen ehrliche Liebe und sind treuer, als ein Mensch es je sein kann. Sie verlangen nichts von dir, aber geben so viel zurück. Chris ist zum Beispiel extrem einfühlsam und wenn es Frauchen mal nicht gut geht, merkt er das sofort und tröstet allein durch die Anwesenheit. Ich denke, das sind die Hauptgründe, warum es ohne Hund nicht mehr geht.
Es geht sogar noch enger

Puh, geschafft. Chris kommt wieder zu Wort: Jetzt kommen noch meine auserwählten Hundefreunde, die ich gerne taggen möchte. Fangen wir mal an:

Ayka - http://schwarze-pfoten.blogspot.ch/
Sali & Chiru - http://about-tibetan-terrier.blogspot.de/
Aaron - http://aaronblackjewel.blogspot.de/
Das Söckchen - http://einfachsocke.blogspot.de/
Die Terrierhausener - http://vonmenschenundmeinenhunden.blogspot.de/
Enya – http://www.enyas-abenteuer.blogspot.com
Die Wauzelwelt - http://www.wauzelwelt.de/
Die Nudlis - http://hundeherzen.blogspot.de
Lady Bente - http://bentelady.blogspot.de/
Quentin - http://quentinsplayground.blogspot.de/
Smilla und den Puper - http://smillatheheeler.blogspot.de

So, nun meine Fragen – ganz klar auch Hundefragen:

  1. Welche Rasse hat dein Hund und warum wolltest du diese Rasse?
  2. Macht ihr Hundesport, Dog-Dancing usw.?
  3. Welche Tricks kann dein Hund?
  4. Wie ernährst du deinen Hund (Trockenfutter, Nassfutter, Barfen) und warum?
  5. Darf dein Hund mit in den Urlaub? Warum, warum nicht?
  6. Wie lange muss dein Hund durchschnittlich pro Tag alleine bleiben?
  7. Wo schläft dein Hund nachts?
  8. Was sind die besonderen Eigenarten deines Hundes?
  9. Hattest du schon mal einen Hund aus dem Tierschutz und wie waren deine Erfahrungen damit?
  10. Wie alt war dein Hund, als du ihn zu dir holtest?
  11. Was war das lustigste Erlebnis mit deinem Hund?

So, jetzt bin ich gespannt, ob ihr mit macht und vor allem, wie eure Antworten ausfallen werden. An dieser Stelle noch sorry an Tibi und Emma und Lottchen. Ich wollte euch ja gerne taggen, aber Frauchen sagt, ihr habt schon mehr als 200 Leser…

Jetzt müsst ihr nur noch das kleine 1x1 beachten:

    1.    Den Tagger verlinken.
    2.    Die 11 Fragen beantworten.
    3.    Euch selbst 11 Fragen ausdenken.
    4.    Diese 11 Blogs mit weniger als 200 Lesern stellen.
    5.    Die Blogger darüber informieren, dass ihr sie getagged habt.
    6.    Zurücktaggen ist nicht erlaubt, es soll sich ja schließlich verbreiten.

Fotos: © B. Lutz

Kommentare:

  1. Hi Chris,
    obwohl nicht getaggt, obwohl keine 200 Leser - (denke ich) obwohl ich auch gar nicht die Fragen beantworten will, denn das ist ähnlich, wie "Stöckchen" oder "Award"...
    schreibe ich trotzdem einen Kommentar:-)
    Ich finde nämlich die Fotos obersüß, und DAS wollte ich hier loswerden!
    Liebes Wuffi Isi

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    1. Hey Isi,

      oh, das stimmt. Kann es sein, dass du von einem der anderen schon getagged wurdest? Ich wollte nämlich keinen doppelt nehmen ;)

      Schön, dass dir meine Bildchen gefallen - so hat meine große Kumpeline auch noch einen Ehrenplatz hier erhalten. Hab schon die ganze Zeit überlegt, wie ich Susi hier rein bekomme.

      Wuff-Wuff Dein Chris

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  2. Bei Susis Fellfarbe könnte sie durchaus ein Lakeland Terrier oder ein entsprechender Mix gewesen sein. Ähnlichkeiten sind jedenfalls vorhanden :) Liebe Grüße aus Terrierhausen!

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    1. Hallo ihr Terrierhausener,

      hm, das ist eine Idee. Da bin ich noch gar nicht drauf gekommen. Allerdings war das Köpfchen anfangs noch ein wenig braun. Die Friseuse, die hoch und heilig versprach zu trimmen, dann aber mit der Schermaschine drüber ist, hat die Farbe geklaut. Meint ihr, dass sie trotzdem ein Lakeland Terrier gewesen sein könnte?

      Liebe Grüße Britta & Chris

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    2. Auf jeden Fall! Auch Lakelands verlieren an Farbe, wenn sie geschoren werden. Auch Karlsson war mal bei einer Friseurin, die ihn (trotz gegenteiliger Versprechen) geschoren hat. Danach sah sein Fell fast genauso aus wie bei eurer Susi auf den Fotos. Es hat ziemlich viel Zeit und Mühe gekostet, das Fell danach wieder hinzukriegen. Wir mussten sehr lange trimmen, bis es wieder dunkler und rauher wurde. Und abgesehen vom Fell sind sich Foxe und Lakies in Körperbau und Kopfform sowieso sehr ähnlich. Deshalb wir Karlsson oft für einen braunen Foxterrier gehalten :) Lakelands sind eben kaum bekannt! Liebe Grüße von uns!

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    3. Hey ihr, dankeschön! Das sind gute Infos, so genau hatte ich mich mit der Rasse ja noch nicht beschäftigt. Leider sieht man euch Lakelands auch auf Ausstellungen nur sehr selten. Waren ja erst letztens bei einer Terrier-Ausstellung, aber einen Lakeland-Terrier haben wir sicher nicht gesehen.

      Ja, das glaube ich, dass das Zeit gekostet hat! Selbst konnten wir nicht trimmen und ordentliche Friseure gab es nicht. Und als wir einen gefunden hatten, war Susi schon ins Alter gekommen, da wollten wir ihr das Trimmen nach dem jahrelangen Scheren nicht mehr antun. Geliebt haben wir sie trotzdem, egal, wie sie aussah.

      LG Britta & Chris

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  3. Hi Chris,

    Wow, cool. Vielen Dank für die tollen Antworten. Es ist schön zu sehen, wie dein Frauchen bei dir schon so viel dazugelernt hat und sie sich mit dem Thema Hund halten und Hund pflegen auseinandergesetzt hat. Man hat ja nie ausgelernt. :-)
    Ich musste bei Frage 4 schmunzeln. Der Rüde wurde eine Hündin und die Hündin ein Rüde. So läuft es eben manchmal. :-)

    Liebe Grüsse und nochmals vielen Dank
    Ramona und Rudel

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    1. Hallo Ramona,

      schön, dass dir unsere Antworten gefallen haben. Ja, und ich lehre Frauchen auch jeden Tag etwas völlig Neues. Ja, das war wirklich lustig, sagt Frauchen, dass sie genau das Gegenteil von dem bekam, was sie haben wollte. Mal sehen, ob sie beim nächsten Hund - den sie natürlich gefälligst erst in vielen, vielen, vielen Jahren holen soll - überhaupt noch ein bestimmtes Geschlecht bevorzugt ;)

      Wuff-Wuff Chris

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  4. Lieber Chris,

    ich mag zwar selber nicht "getaggt" werden, aber ich lese doch bei anderen immer wieder gerne mit ;) Ich muss zugeben, man erfährt doch immer Interessantes.
    Sei nicht traurig, dass Du die Fragen nicht beantworten konntest - das hat auch sein Gutes :) Wenn Du einen eigenen Hund hättest, dann müsstest Du ihn auch füttern und willst Du wirklich von Deinem Futter noch etwas abgeben? Außerdem müsstest Du bei Spaziergängen immer auf Deinen Hund aufpassen und ihn auch erziehen - da wäre weniger Freizeit für Dich!

    Außerdem fand ich es sehr schön, dass Dein Frauchen hier mal wieder zu Wort gekommen ist und etwas über Susi zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Laika

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    1. Hallo ihr drei,

      ich weiß, deshalb habe ich euch auch außen vor gelassen, obwohl ich euch gerne getagged hätte :) Oh, meinst du echt, dass ein Hund sooo viele Nachteile mit sich bringt? Frauchen erzählt mir immer von den schönen Seiten und wie toll sie entspannt, wenn wir unterwegs sind. Aber auf meine Freizeit will ich natürlich nicht verzichten, da hast du Recht!

      Ja, meine Susi war eine gaaaanz Tolle! Deshalb habe ich auch eine ganze Woche getrauert und kaum gefressen. Und seit sie weg ist, mag ich meine Tierärzte nicht mehr.

      Wuff-Wuff Chris

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